Was man in Namibia nicht machen sollte...
Heute hatten wir wieder einmal keine Vorlesung, also haben wir uns für eine kleine Wanderung auf einen Berg in Windhoeks Umgebung entschieden. Als wir uns durch meterhohes Gestrüpp und Dornensträuchern auf den Berg (der übrigens "Kleine Kuppe" heißt) gekämpft haben, hatten wir gedacht, das schlimmste überstanden zu haben... Nicht ganz!
Von oben hatten wir wunderbare Sicht auf ein Monument, das ein paar Kilometer entfernt war. Natürlich wollten wir da hin, also sind wir wieder durchs Gestrüpp und haben dann sogar einen sandigen Weg gefunden, der uns in die richtige Richtung führte.
Wir gehen so dahin, und auf einmal stehen wir mitten in einem Militärgebiet - umzingelt von Soldaten. Kurzzeitige Panik, als uns einer der Soldaten darauf hinweist, dass das ein Sperrgebiet ist und wir eine Genehmigung brauchen würden. Nach einigen Minuten Befragung, Belehrung und Notieren unserer Namen wurde uns dann der richtige Weg zum Monument gezeigt und wir durften passieren. Wir gingen weiter und vorbei an einer Straßen-Polizeikontrolle. Kurz danach verfolgte uns wieder das Auto mit den 4 Soldaten drinnen und wir wurden angehalten und gefragt, warum wir dem Polizisten nicht Bescheid gesagt haben, dass wir da sind (wie sie uns angeblich befohlen hatten). Noch einmal Belehrung, dieses Mal wurden auch unsere Kameras auf Fotos mit Militärgebäude untersucht. Nach einigen Minuten verhandeln durften wir dann unter Polizeibegleitung weitergehen zum Monument. Endlich dort angekommen, noch einmal die ganze Kontrolle, diesmal wurden sogar Kopien unserer Studentenausweise gemacht, wir wurden natürlich noch einmal belehrt und unsere Kameras wurden erneut durchsucht. Unser Aufenthalt beim Monument war dementsprechend getrübt, dass wir uns in Einem einig waren: Nichts wie heim!
Bei der Polizeikontrolle mussten wir uns dann zum letzten Mal ausweisen und wurden zum Glück nach wenigen Minuten von einem Safari-Bus in die Stadt mitgenommen.
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