Freitag, 19. Oktober 2012

FC Poly-Babes

Mein neuer vorübergehender Fußballverein.... nach meinem Team in Singapur bin ich über die Begabung meiner Afrikanischen Teamkolleginnen mehr als erstaunt!
 Jedoch müssen sie das mit dem organisieren erst lernen... nach der Teilnahme an 2 Turnieren in Namibia freue ich mich schon wieder auf das Fußballspielen daheim - denn zu Hause:
- weiß man schon am Vortag wann ein Turnier beginnt und muss nicht um 6 Uhr morgens aufstehen um dann um 12 Uhr das erste Spiel zu haben
- beginnen Turniere laut Plan und nicht 3 Stunden später
- es gibt Fußballfelder mit Linien
- wird die Sprenkelanlage erst nach dem Spiel eingeschaltet und nicht währenddessen (das war übrigens während einem Länder-Freundschaftsspiel zwischen Rwanda und Namibia)
Nichts desto trotz, immer wieder eine unvergessliche Erfahrung...

Mittwoch, 29. August 2012

Auf Entdeckungsreise

2 Mädls - 1 Mini-Mietauto - 3000 km - 11 Tage


Das sind die Eckdaten zu unserer etwas anstrengenden, aber schönen Reise. Rechts in der Karte ist unsere Reiseroute eingezeichnet (damit ihr auch schon mal euren Trip durch Namibia planen könnt :-)

Unser erstes Ziel war Keetmanshoop. Auf einem Campingplatz mitten im Quivertree-Wald (besondere Aloe-Bäume, die weltweit nur an wenigen Orten einen Wald bilden), haben wir bei stürmischer Kälte unser Zelt aufgeschlagen und vergeblich versucht, trotz Sturm Feuer zu machen. In dieser Nacht sind wir dann fast erfroren - vom eiskalten Zelt mussten wir ins Auto flüchten, aber auch dort war es nicht wirklich wärmer. Wer hätte gedacht, dass uns im südlichen Afrika unser Zelt anfriert? Die Nacht dann doch überstanden, wärmten wir uns bei einem Spaziergang durch den Wald und setzten dann unsere Reise im geheizten Auto fort.

Unser nächstes Ziel war der Fish River Canyon, der mit einer Länge von 161 km nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt ist. Um dorthin zu kommen, mussten wir einige hundert Kilometer auf einer Schotterstraße zurücklegen, was einem unserer Reifen nicht so gut bekommen ist.
Bei der Mietauto-Übergabe haben wir zwar gecheckt, ob ein Wagenheber vorhanden ist, jedoch nicht, ob auch alle dazugehörigen Teile dabei sind. So konnte es passieren, dass eine Stange fehlte, und wir das nächste Auto um Hilfe bitten mussten. (Zum Glück waren wir auf einer "viel"-befahrenen Straße, so mussten wir nur 30 min auf unsere Retter warten, die Touristen aus der Schweiz waren).




Ohne weiteren Ersatzreifen und deshalb etwas besorgt reduzierten wir die Geschwindigkeit auf ca. 20 km/h und sind dann gegen Abend endlich am Campingplatz angekommen. Fast wäre uns noch der Sprit ausgegangen, denn Tankstellen gibt es hier nur in Abständen von 300-400 km. Vom Campingplatz mussten wir dann noch 10 km zu dem Aussichtspunkt zurücklegen, für die wir "nur" 30 min gebraucht haben. Aber wieder einmal ließ uns der Anblick dieser Faszination jeden Stress und jede Anstrengung vergessen.

In dieser Nacht hatten wir es im Zelt dank 2 dicken ausgeborgten Decken kuschelig warm und konnten gut schlafen.
Am nächsten Morgen wiederum kleine Aufregung, als ein Pavian während kurzer Unaufmerksamkeit meine Toiletttasche gestohlen hatte. Für die Rettung von Zahnbürste & Co bin ich dem Pavian mit dem Einsatz meines Lebens nachgerannt (später erst wurde uns gesagt, dass diese Affenart ganz schön gefährlich sein kann) und hatte Glück, dass ihm bei dem Biss in mein Shampoo-Fläschchen aufgefallen ist, dass es sich um nichts essbares handelt und dann alles fallen gelassen hat.
Nach dem Zeltabbau machten wir uns dann wieder auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, nach Ai-Ais, dem südlichen Ende des Fish River Canyon Naitonalparks, um dort in den heiße Quellen entspannen zu können. Ohne jegliche Zwischenfälle erreichten wir den Ort. Wir hatten Glück, dass wir bei diesem Campingplatz mit Kreditkarte zahlen konnten (was in Namibia leider selten der Fall ist), denn wir waren mittlerweile ziemlich bargeldlos. Am Abend machten wir Braai (so wird hier Grillen genannt) und ruhten uns von der anstrengenden Autofahrt aus.
Um 7 Uhr früh machten wir uns am nächsten Tag schon auf den Weg, um unser Ziel, Lüderitz, noch am Nachmittag zu erreichen. Auf dem Weg dorthin, versuchten wir in 2 Orten, zu Bargeld zu kommen. Zusammen hatten wir 4 Bankomat- und Kreditkarten, und trotzdem gelang es uns erst im 2. Ort, eine Behebung zu machen. Jedoch spuckte der ATM nur bei einer der 4 Karten namibische Dollar aus, und zwar nicht mehr als umgerechnet 80 Euro. Den Vorgang konnte ich zum Glück 2mal durchführen, sodass wir mit 160 Euro für die nächste Zeit durchkommen mussten (was nicht so wahnsinnig viel ist, wenn man für 2 Personen Essen, Campingplätze und Eintritte bezahlen muss und das Auto auch noch Benzin braucht).
Unser nächster Stopp war dann in einem Ort, in dem wir laut Mietautozentrale einen neuen Reifen kaufen sollten. Wegen fehlender Konkurrenz kostete uns ein Reifen bei einer Tankstelle dort stolze 165 Euro. Natürlich konnten wir wieder nicht mit Karte zahlen, also mussten wir das Geld bis zum nächsten Tag schuldig bleiben.
Mit einem neuen Ersatzreifen im Koffer fuhren wir weiter bis zur Geisterstadt Kolmanskop. Diese Stadt war durch den Diamentanabbau einst die reichste Stadt Afrikas. Nachdem jedoch die Diamantenfelder abgebaut waren, verließen die Bewohner nach und nach den Ort und überließen ihn der Wüste. Durch den Verfall der Häuser und dem teilweise meterhohen Sand in den Häusern entstand der Name "Geisterstadt".
Für uns war der Besuch besonders gruselig, da wir das Gelände am Nachmittag (außerhalb der Öffnungszeiten) betraten. Wir besichtigten die verlassenen Ruinen und waren immer auf der Ausschau nach Menschen, die etwas gegen unsere nicht-bezahlte Besichtigung haben könnten.
In Lüderitz, einer Hafenstadt im Südwesten Namibias, genehmigten wir uns nach ein paar Nächten im Zelt ein gemütliches Bett in einer Pension. Hier fanden wir sogar einen Bankomat, der genug Geld ausspuckte, um auch den schuldig gebliebenen Reifen am Rückweg bezahlen zu können.
Am nächsten Tag machten wir uns wieder sehr früh los, zuerst in den Ort, um den Reifen zu bezahlen und dann auf die mehr als 300 km lange Schotter-/Sandstraße, die zu den höchsten Sanddünen der Welt führte.

Leider haben wir erst während der Fahrt im Reiseführer gelesen, dass das Camp, in dem wir übernachten wollten, schon bei Sonnenuntergang die Tore schließt. Zu spät dran also, erhöhten wir dann unsere Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h auf ca. 70 km/h. Ich kam mir vor wie eine Ralley-Fahrerin und hatte während der ganzen Fahrt schweißnasse Hände. Aber wir haben es ca. 5 min vor dem Schließen der Tore geschafft - und sind sogar mit 4 ganzen Reifen angekommen.

Am schönsten sollen die Dünen von Sossusvlei beim Sonnenaufgang sein - hieß es... darum war am nächsten Morgen um 4:30 Tagwache, um die restlichen 60 km zu den Dünen vor dem Sonnenaufgang zu schaffen. Leider gab es keine Sonne, sondern nur Regen, Wolken und Kälte. Trotzdem haben wir die größte Düne (Big Daddy) bezwungen und lange genug gewartet, bis am Nachmittag doch ein paar Sonnenstrahlen zu sehen waren. Auf "Big Mama" hatten wir dann eine wunderschöne Sicht über die Dünenlandschaft, die wir wohl nie vergessen werden.
Nach einer weiteren frostigen Nacht in Sossusvlei fuhren wir zu unserem nächsten Stopp, Walvis Bay. In der größten Hafenstadt Namibias machten wir einen Spaziergang am Meer, besichtigten hunderte Flamingos und kamen an Salzgewinnungsanlagen vorbei.
Am gleichen Tag ging es weiter nach Swakopmund, wo wir bei einem Couchsurfer unsere letzten 4 Nächte verbrachten. Hier entspannten wir uns von der Reise mit dem folgenden Programm: Sandboarden in den Dünen (unser Couchsurfer hat uns das Board geborgt), Ausflug nach Cape Cross zu der Robbenkolonie, Shoppen, Kino, Seafood-Essen, usw.
Zurück in Windhoek konnten wir die Reise durch die unzähligen Fotos noch einmal revue passieren lassen.

Freitag, 17. August 2012

Etosha Nationalpark


Dieses Mal führte unsere Reise in den Norden Namibias zu einem der größten Nationalparks Afrikas. Ein Gebiet größer als 22.000 km² beheimatet unter anderem 114 verschiedene Säugetierarten und 110 Reptilienarten, wobei allein die Zahl der Elefanten (2000) beeindruckend ist. Die Anzahl an Tieren in diesem Areal übertrifft die Gesamteinwohnerzahl Namibias (824.000 km²) bei Weitem (ohne Ameisen :-).

Mit Zelten und einem luxuriösen Jeep haben wir 3 schöne Tage in diesem beeindruckenden Park verbracht und es doch nicht geschafft, das ganze Gebiet abzufahren. Obwohl wir anfangs gedacht haben, alle Tiere verstecken sich vor uns, konnten wir schlussendlich doch sehr viele Spezies entdecken und auch die Löwen haben sich uns an unserem letzten Tag gezeigt. Das Aussteigen aus dem Auto ist im Park strengstens verboten (Angriff der Tiere), aber trotzdem waren wir den Elefanten und Co durch das Faltdach von Justins Jeep näher als man es durch eine Fensterscheibe wäre (auch wenn wir dadurch ein paar Kilo Staub geschluckt haben).

 

Dienstag, 24. Juli 2012

Wochenendtrip zur Spitzkoppe


Das erste Mal Auto fahren – nicht nur auf einem anderen Kontinent, sondern auch auf der falschen Seite.... Und dabei ist der Linksverkehr gar nicht das größte Problem, sondern eher, dass die Gangschaltung links ist und der Blinker rechts!

Wir sind am Samstag dennoch nach ca. 3 Stunden Fahrt (zuerst auf schöner asphaltierter Straße, dann auf Schotter/Sandweg) mit unseren 2 gemieteten Toyota Corolas in Spitzkoppe angekommen.




Eine faszinierende Landschaft erwartete uns im Westen Namibias. 
Nach dem Zeltaufbau haben wir die ersten Berge erklommen und dann den Sonnenuntergang auf dem Berg genossen. 






Am Abend wärmten wir uns am Lagerfeuer und grillten unsere mitgebrachten Köstlichkeiten. Natürlich durfte auch der eine oder andere Schluck Wein und Bier nicht fehlen - natürlich nur, um in der Nacht trotz Kälte und Nässe (Erkenntnis: Zelte sollten besser immer aus 2 Schichten bestehen) gut schlafen zu können.  


Am Sonntag waren wir zwar nicht mehr ganz so motiviert zum Bergsteigen, haben uns aber vor dem Heimweg doch noch für kleine Wanderungen überwinden können. 
Und da der ganze Ausflug ohne Action etwas langweilig gewesen wäre, legten wir auf der Heimreise noch einen Zwischenstopp zum Reifenwechseln ein. Zum Glück bemerkten wir das Loch im Reifen an einer Tankstelle und konnten dort mit Hilfe des Tankwarts den Ersatzreifen montieren. Blöd nur, dass wir uns entschieden haben, die Versicherung für die Reifen nicht dazu zu nehmen. 

Wir sind dennoch alle heil zu Hause angekommen und haben dann noch überlegt, was wir tun könnten um nicht einen neuen Reifen kaufen zu müssen. Also haben wir Tipps unserer einheimischen Freunde eingeholt und starteten am Montag ganz früh, um vor der Rückgabe des Toyotas noch einen Stopp bei der Werkstatt einzulegen. Dort haben sie unseren Reifen überprüft und doch ein paar mehr Löcher gefunden, als wir erwartet hatten (um genau zu sein, 1 großes und 4 kleine). Das große wurde dann geflickt und für die kleineren Löcher irgendeine Flüssigkeit verwendet (falls ich das richtig verstanden habe). Auf jeden Fall sind wir dann mit umgerechnet billigen 10 Eur davongekommen und haben das Auto "ohne Mängel" zurückgegeben.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Was man in Namibia nicht machen sollte...

Heute hatten wir wieder einmal keine Vorlesung, also haben wir uns für eine kleine Wanderung auf einen Berg in Windhoeks Umgebung entschieden. Als wir uns durch meterhohes Gestrüpp und Dornensträuchern auf den Berg (der übrigens "Kleine Kuppe" heißt) gekämpft haben, hatten wir gedacht, das schlimmste überstanden zu haben... Nicht ganz!
Von oben hatten wir wunderbare Sicht auf ein Monument, das ein paar Kilometer entfernt war. Natürlich wollten wir da hin, also sind wir wieder durchs Gestrüpp und haben dann sogar einen sandigen Weg gefunden, der uns in die richtige Richtung führte.  
Wir gehen so dahin, und auf einmal stehen wir mitten in einem Militärgebiet - umzingelt von Soldaten. Kurzzeitige Panik, als uns einer der Soldaten darauf hinweist, dass das ein Sperrgebiet ist und wir eine Genehmigung brauchen würden. Nach einigen Minuten Befragung, Belehrung und Notieren unserer Namen wurde uns dann der richtige Weg zum Monument gezeigt und wir durften passieren. Wir gingen weiter und vorbei an einer Straßen-Polizeikontrolle. Kurz danach verfolgte uns wieder das Auto mit den 4 Soldaten drinnen und wir wurden angehalten und gefragt, warum wir dem Polizisten nicht Bescheid gesagt haben, dass wir da sind (wie sie uns angeblich befohlen hatten). Noch einmal Belehrung, dieses Mal wurden auch unsere Kameras auf Fotos mit Militärgebäude untersucht. Nach einigen Minuten verhandeln durften wir dann unter Polizeibegleitung weitergehen zum Monument. Endlich dort angekommen, noch einmal die ganze Kontrolle, diesmal wurden sogar Kopien unserer Studentenausweise gemacht, wir wurden natürlich noch einmal belehrt und unsere Kameras wurden erneut durchsucht. Unser Aufenthalt beim Monument war dementsprechend getrübt, dass wir uns in Einem einig waren: Nichts wie heim!
Bei der Polizeikontrolle mussten wir uns dann zum letzten Mal ausweisen und wurden zum Glück nach wenigen Minuten von einem Safari-Bus in die Stadt mitgenommen. 

Dienstag, 17. Juli 2012


Erste Woche geschafft!

Schon mehr als eine Woche bin ich jetzt in Namibia, einem Land mit einer Fläche 3mal so groß wie Deutschland und nur 2 Millionen Einwohnern, wovon ca. 300.000 in der Hauptstadt Windhoek wohnen.

Nach meiner Ankunft am Montag im eisig kalten Windhoek hat mich ein Uni-Chauffeur am Flughafen abgeholt und zur Uni gebracht. Dort lernte ich gleich ein paar andere Exchange Students (die meisten kommen – wie nicht anders zu erwarten war – aus Deutschland) kennen, erledigte einige Formalitäten und habe meine Bleibe für diesen Monat aufgesucht. Am Nachmittag habe ich dann durch Zufall erfahren, dass einer meiner Kurse schon angefangen hat. Also machte ich mich auf die Suche nach dem richtigen Gebäude und dem richtigen Kurs „Economics of Namibia and SADC countries“. Ich habe ihn schließlich gefunden und dann bis 5 versucht, zuzuhören und nicht einzuschlafen (nach einer Nacht im Bus und einer weiteren im Flieger gar nicht so einfach). Der Kurs wurde zu meiner Hauptbeschäftigung für die erste Woche – Kurs von Montag bis Freitag den ganzen Tag und Samstag Abschlusprüfung. Die Prüfung war nicht ohne - 10 Seiten Handschrift zu 4 Fragen in 2 Stunden, und das Ganze umzingelt von 3 Aufsichtspersonen. Aber war sehr interessant, das Wirtschaftssystem und einige Fakten von Namibia kennenzulernen. Wenn man weiß, dass die Arbeitslosenquote 50% beträgt, wundert man sich nicht ganz so sehr über das Armenviertel „Katatura“ wo Tausende Einheimische auf engstem Raum in Wellblechhütten leben. Am Mittwoch machten wir im Zuge des Kurses auch eine Exkursion zur „National Planning Commission“, die staatliche Einrichtung, die für die kurz-, mittel- und langfristigen Pläne des Landes verantwortlich ist. Die „Vision 2030“ gilt als langfristiger Plan um in Namibia um die Lebensqualität und die Wirtschaftslage zu verbessern, wobei der Plan doch eher ein Traum bleiben wird.
Meine Mitbewohner und die anderen Austauschstudenten sorgten auch dafür, dass mir an den Abenden nicht langweilig wurde. Am Programm standen Grillerei (heißt hier übrigens Braai) bei uns zu Hause, Essen in Joe’s BeerHouse, gemeinsames Kochen daheim usw.

Am Samstag nach der Prüfung wurde zum 2ten Mal gegrillt, diesmal nicht zu Hause, sondern in einem Stadtteil von Windhoek, in Penduka, direkt am See.

Im Kurs haben Stefan (mein Mitstudent aus Deutschland) und ich einige nette Namibier kennengelernt, wovon uns eine angeboten hat, uns mit dem Auto Katatura zu zeigen, damit wir mehr als nur das „Reichenviertel“ kennenlernen, in dem wir wohnen. Diesen Ausflug machten wir also am Sonntag. Wir fuhren mit Kandesha’s Mercedes durch verschiedene Teile der Stadt, unter anderem durch Katatura, wo am Fleischmarkt die Rinder geschlachtet, zerteilt, gegrillt und gleich in verzehrgerechten zeitungspapiergewickelten Stücken verkauft werden. Irgendwie schockierend, da lebt man in einer Stadt, in der es so viel Armut gibt, aber ist trotzdem oft umgeben von reichen Leuten. 
Das Essen hier in Windhoek ist sehr gut – vorausgesetzt man ist nicht Vegetarier. Unter allen Fleischsorten, die hier serviert werden, sind die verschiedenen „game“-Spezialitäten am beliebtesten. Wenn man dann auch noch weiß, dass „game“ hier „Wild“ und nicht "Spiel" bedeutet, wundert man sich auch nicht mehr.

Noch ein Wort zum Klima hier in Windhoek. Unglaublich, dass es in Afrika so kalt sein kann. Vor allem am Abend wenn die Sonne weg ist, wird es wirklich richtig kalt, und das schlimme ist, dass es im Haus nicht wirklich wärmer ist. So kommt es, dass wir abends mit Schal, Handschuhen und ein paar Decken herumgewickelt im Haus sitzen und uns durch Film schauen von der Kälte ablenken. Kaum zu glauben, dass ich es trotzdem schaffe, durch die Sonne tagsüber fast jeden Tag einen Sonnenbrand im Gesicht zu bekommen. 
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, die Einheimischen hier sind sehr nett und hilfsbereit und ich freue mich schon auf den Rest von Namibia und meine eindrucksvollen Erlebnisse hier.